Samstag, 16. März 2013 um 19:30 Uhr
Grossmünster Zürich
Die Johannes-Passion als sakrale Installation
Programm
JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750)
Johannes-Passion BWV 245
Bachs Johannes-Passion hat über all die Jahre unterschiedlichster Rezeptionsgeschichte bis zum heutigen Tag nichts von ihrer Faszination eingebüsst. Der Leidensweg Jesu ist darin auf dermassen packende und dramatische Weise wiedergegeben, dass dessen Dichte auch heutige Hörer unverzüglich in ihren Bann zu schlagen vermag.
Unsere diesjährige Aufführung weicht von der gewohnten konzertanten Aufführung ab, indem sie sich zusätzlich theatralischer Elemente bedient. Dies nicht, weil es das Werk an sich nötig hätte, sondern um das Erlebnis und den emotionalen Tiefgang zu erweitern, zu verdeutlichen und zu verstärken. Dazu dienen unter Anderem wechselnde Positionen von Chor und Solisten, verschiedene Beleuchtungen, Projektionen und Kostümelemente. „Auf diese Art möchte ich Bilder schaffen, äussere und innere, meditative Momente visueller Natur der Musik entgegensetzen, ähnlich einem lebendigen Kirchenfenster. Emotionen verstärken, die im Werk enthalten sind, dies soll kein Widerspruch sein, sondern ein Element der Spannung“, so der Regisseur Reto Nickler.
Gleichzeitig verfolgen wir damit den lange gehegten Leitgedanken weiter, das grossartige Kulturgut Bachs einem möglichst breiten Bevölkerungskreis bekannt zu machen, indem wir mit der ungewöhnlichen Interpretation ein erweitertes Publikum ansprechen.
Die Johannes-Passion als sakrale Installation – ein visuelles, akustisches und emotionales Erlebnis. Die Musik aber bleibt unangetastet.
Ausführende
Chor und Orchester des Bach Collegium Zürich
Anne Ellersiek, Sopran
Petra Noskaiová, Alt
Christoph Genz, Tenor (Evangelist)
Jannes Mönnighoff, Tenor (Arien)
Martin Snell, Bass (Christus)
Tijl Faveyts, Bass (Arien)
Leitung: Bernhard Hunziker
Regie: Reto Nickler
Fotos aus den Proben
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