Sonntag, 17. September 2023, 17.00 Uhr
Klosterkirche Rheinau

Programm

ANTONIO VIVALDI
(1678-1741)

 

Gloria in D-Dur
RV 589, für Chor und Orchester

JOHANN SEBASTIAN BACH
(1685-1750)
 

"Komm, Jesu, komm!"
Motette BWV 229, für zwei Chöre und Basso Continuo

JOHANN JOSEPH FUX
(1660-1741)
 

Messe in C-Dur
KV 46, für Chor und Orchester

JOHANN GOTTFRIED WALTHER
(1684-1748)
 

Concerto del Sigr. Tomaso Albinoni, appropriato all'Organo
für grosse Orgel

GEORG MUFFAT
(1653-1704)
  "Toccata settima" aus Apparatus musico-organisticus
für grosse Orgel



Ausführende

Carmela Konrad, Sopran
Ulrike Andersen, Mezzosopran/Alt

Chor und Orchester des Bach Collegium Zürich

Orgel: Merit Eichhorn
Leitung: Bernhard Hunziker

 

Tickets

https://www.ticketino.com/de/Event/Bach-Collegium-Zuerich-Barocke-Pracht/176908

 

Zum Programm

Sie waren Zeitgenossen und doch ist jeder in seiner Welt eine singuläre Komponistengrösse. Das hauptsächliche Schaffen von A. Vivaldi galt zwar der Instrumentalmusik. Durch seine Anstellung am Ospedale della Pietà in der Lagunenstadt hat der italienische Meister auch viele geistliche Werke geschaffen, die jedoch Jahrhunderte völlig in Vergessenheit gerieten. Sein «Gloria» ist inzwischen sein wohl berühmtestes Sakralwerk, das sogar als Filmmusik Verwendung fand.

Auch Johann Joseph Fux fristete lange Zeit ein Schattendasein. Dabei hatte er als Hofkapellmeister in Wien die wichtigste Wirkungsstätte eines Musikers im damaligen Habsburgerreich inne. Nicht nur musste er für unzählige profane Anlässe am Kaiserhof die entsprechende (Unterhaltungs-)Musik liefern, sondern komponierte auch eine Fülle an Werken für die jahrhundertealte Hofkapelle. Zu alldem kommt ein erstaunlich umfangreiches Opernrepertoire hinzu. Als sein einflussreichstes (Standard-)Werk gilt der musiktheoretische Gradus ad Parnassum (1725).

Über seine heutige Bekanntheit braucht sich der Dritte im Bunde nicht zu beklagen, obwohl auch Johann Sebastian Bach nach seinem Tod für beinahe hundert Jahre aus dem Bewusstsein der Menschen weitgehend verdrängt wurde. Von ihm steht eine seiner sechs bekannten Motetten auf dem Programm. Anlass zur Komposition der Doppelchormottete Komm, Jesu, komm war vermutlich eine Trauer- oder Gedächtnisfeier in Leipzig vor 1732. Wegen einer besonders markanten und schwierigen Stelle im 1. Satz hat ihr der Thomanerchor den Spitznamen «Der saure Weg» gegeben.