Samstag, 19. September 2026, 19.00 Uhr
Predigerkirche Zürich
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Mit dem triumphalen Erfolg seines "Paulus" wurde Felix Mendelssohn schlagartig zu einem der berühmtesten und gefeiertsten Komponisten Europas. Ein im höchsten Masse imposantes und bewegendes Oratorium aus der musikalischen Romantik.

Programm

FELIX MENDELSSOHN

(1809-1847)

 

Paulus

op. 36

 

Ausführende

Kathrin Hottiger, Sopran
Barbara Erni, Alt
Michael Feyfar, Tenor
Dominik Wörner, Bass / Paulus

Chor des Bach Collegium Zürich
Orchester La Partita

Leitung: Bernhard Hunziker

 

Tickets

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Abendkasse ab 18 Uhr in der Predigerkirche Zürich.

 

Zum Programm

«Hier wirst du zum Glauben und zur Hoffnung gestimmt und lernst deine Menschen wieder lieben; hier ruht es sich wie unter Palmen, wenn du dich müde gesucht und nun eine blühene Landschaft dir zu Füßen liegt. Es ist der Paulus ein Werk der reinsten Art, eines des Friedens und der Liebe.»

Diese Lobesworte in der Neuen Zeitschrift für Musik, Leipzig 1836, aus der Feder Robert Schumanns, zollen dem Leipziger Kollegen und Gewandhausmusikdirektor Felix Mendelssohn Bartholdy echte Anerkennung und Respekt für dessen neugeschaffenes Oratorium, welches am 22. Mai 1836, zu Pfingsten, in Düsseldorf aus der Taufe gehoben worden ist. Nach der Wiederaufführung am Musikfest in Birmingham im Jahr darauf unter der Leitung des Komponisten, erlebte der Paulus einen internationalen Erfolg, wie es ihn für ein Musikwerk bis dahin kaum je gegeben hatte; die beiden Jahre 1837 und 1838 könnten in der Geschichte der Musik geradezu die Paulusjahre genannt werden, schreibt ein zeitgenössischer Kritiker.

Das Oratorium Paulus knüpft in gewisser Weise an die Tradition barocker Vorbilder an, insbesondere jener Bachs und Händels. Mendelssohn, welcher als Wiederentdecker und -aufführer von Bachs Matthäuspassion 1829 eine eigentliche Bach-Renaissance auslöste, verarbeitete hundert Jahre nach ihrer Entstehung in seinem eigenen großen Sakralwerk sowohl Choräle als auch Rezitative im Stile seines verehrten Thomaskantors.

Und nochmals rund zweihundert Jahre später adaptieren das Bach Collegium Zürich und La Partita die Verhältnisse romantischer Aufführungspraxis, wie sie anläßlich der Uraufführung des Paulus zutrafen - in welcher Mendelssohn über fünfhundert (!) Mitwirkende dirigierte -, auf die eigenen ensemble-adäquaten Größenverhältnisse. Es möge dennoch gelingen, dem eingangs erwähnten Schumannzitat entsprechend, der Wiedergabe dieses wunderbaren Oratoriums zu einer unvermindert nachhaltigen Wirkung zu verhelfen.

Bernhard Hunziker, Künstlerischer Leiter des BCZ

Weitere Veranstaltungsdaten

20. September, Klosterkirche Rheinau